Montag, 1. Dezember 2014

Tipp: LEDs auf elektronischen Geräten ablesen

Es ist zum Mäusemelken: man ruft beim Support an, weil der DSL-Router gerade mal wieder die Kooperation verweigert, und die erste Frage lautet "leuchtet die Status-LED oder blinkt sie?" Und in welcher Farbe leuchtet sie? Auch meine Spülmaschine tut durch leuchtende LEDs kund, ob ihr mal wieder der Klarspüler oder das Salz ausgegangen ist und die Waschmaschine kommuniziert ebenfalls gerne visuell.


Die Antwort auf die Frage nach leuchten oder blinken kann ein Lichterkennungsgerät liefern. Ich selbst nutze dazu den Lichterkenner, der in meinem Farberkennungsgerät FaMe eingebaut ist, und das funktioniert meistens ziemlich gut. Voraussetzung ist natürlich, dass man weiß, welche LEDs wo sind und was sie bedeuten. An manchen Geräten kann man die LEDs oder deren Abdeckungen fühlen und sich dann mit der Anleitung durchraten. Besser ist natürlich, wenn man das Gerät einmal kennzeichnet und sich die Reihenfolge der LEDs aufschreibt oder sie gleich auf dem Gerät in Braille beschriftet. Je nach Größe und Leuchtkraft der LEDs braucht man manchhmal auch mehrere Versuche, muss rund um das Gerät Dunkelheit schaffen oder muss ein wenig mit dem Sensor über die entsprechende Stelle am Gerät streichen, um die richtige Antwort zu erhalten, aber klappen tut es meistens.

Und die Frage nach der Farbe, in der eine LED leuchtet oder blinkt, kann man logischerweise oft mit dem Farberkennungsggerät beantworten. Blinkt die LED, so braucht man hier teils mehrere Versuche, aber mit ein wenig Geduld habe ich es bisher fast immer herausbekommen.

Übrigens haben bei solchen Aufgaben spezialisierte Farb- und Lichterkennungsgeräte wie das FaMe eindeutig die Nase vorn. Smartphone-Apps liefern dagegen nur selten brauchbare Ergebnisse, da bei diesen der betrachtete Bildausschnitt einfachn zu groß und zu schlecht zentrierbar ist und die Apps häufig zu träge sind, um blinkende kleine Lichtquellen zu erkennen. Dazu kommt noch die eher unzuverlässige Farberkennung, was die Nutzung solcher Apps zum Ablesen von LEDs zur echten Zerreißprobe für die Nerven machen kann.

Dazu noch ein kleiner Tipp: bei der Farberkennung kann je nach verwendetem Farberkennungsgerät die Gehäusefarbe im Weg sein. Dieses Problem lässt sich mit einem kleinem Stück schwarzem, nicht reflektierenden Karton lösen, in das man ein kleines Loch schneidet. Ich habe immer ein paar Bögen schwarzes Tonpapier zu Hause, da man dieses in verschiedensten Situationen nutzen kann, um dem einen oder anderen lichtabhängigen elektronischen Hilfsmittel etwas unter die Arme zu greifen.



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