Sonntag, 30. März 2014

Gedanke: Wiesbaden, die Poller und ich

Wiesbaden ist die Stadt der Poller. Irgendjemand muss da mal den Party-Pack gekauft haben - Pappa ante portas vom Feinsten. Sie sind überall. Sie stehen am Rand des Gehsteigs oder einfach mitten drauf, mal in langen Reihen, mal kreuz und quer. Sie scheinen überall dort aufgestellt zu werden, wo mal ein Falschparker abgeschleppt wurde, oder es zumindest theoretisch denkbar erscheint, dass da in Zukunft mal jemand falsch parken könnte.

Als Sehbehinderter habe ich die Poller gehasst.

Dann kam der Langstock, und die Poller waren plötzlich nicht mehr so wichtig.

Und dann kam die Blindheit. Und plötzlich mag ich meine Poller. Sie sind von gefährlichen Hindernissen zu wertvollen Navigationshilfen befördert worden.

Ist halt alles eine Sache der Perspektive.

Kommentare:

  1. Poller in Wiesbaden als Navigationshilfen? Na, ich weiß ein anderes Lied davon zu singen, seit ich vor einigen Jahren mal aus dem seinerzeitigen "Eckhaus“ im Hirschgraben 75 zum Kranzplatz runter kam und so'N Teil in die frontseitigen Weichteile bekommen habe.

    Grüße vom Frankfurter Dornbusch
    Martin

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  2. Ich hasse auch Poller und Laternenphale. Bei letzteren kann man sich gerne den Kopf anrennen wenn man nicht aufpasst. Beide haben die. negative angewohnheit, dass jeder Radbesitzer meint, sein Rad dort anketten zu müssen. Dies ist besonders nervig, wenn der Poller mit im web befindet.

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